Kondensatorentladungsschweißen

Beim KE – Schweißen (KES) wird die zum Schweißen benötigte Energie aus vorher geladenen Kondensatoren über einen Thyristor auf einen Schweißtransformator geschaltet. Die Ladezeiten liegen dabei im Bereich zwischen 0,5 s und 2s, die Schweißzeiten zwischen 3 und 10 ms. 

Die Kondensatoren werden für eine optimale Ausnutzung der Kapazitäten mit bis zu 1500 V geladen. Diese relativ hohen Ladespannungen ermöglichen dabei große Übersetzungsverhältnisse. Neben einem hohen Schweißstrom kann die Schweißanlage gleichzeitig mit relativ hohen Sekundärspannungen betrieben werden.

Vorteile

Durch die kurzschlussartige Entladung der in den Kondensatoren gespeicherten Energie erreicht der Strom im Sekundärkreis sehr schnell sein Maximum. Dieser schnelle Temperaturanstieg erhitzt die Schweißzone, bevor die Wärme abfließen kann. Bereits nach wenigen Millisekunden ist der Buckel geschweißt, ohne dass die Umgebung der Schweißstelle vollständig durchgewärmt wurde.

Durch diese Konzentration der eingebrachten Energie auf das zu erwärmende Volumen ist der Wirkungsgrad einer KE- Schweißung größer als 90%. KE- Schweißen ist ein sehr wirtschaftliches Verfahren, welches geringe Anforderung an den Netzanschluss stellt und die eingebrachte Energie ohne Verluste nutzt.

Qualitätssicherung

Zur Überwachung von Widerstandsschweißungen können neben den mechanischen Größen Kraft und Weg auch Widerstand und Spannung aufgezeichnet werden. Für eine Vermeidung von groben Fehlern genügen dann zunächst  die Kontrolle des Schweißstroms und des Einsinkwegs. Ein umfassendes und qualifiziertes System zur Qualitätssicherung Ihres KE-Schweißprozesses stellt die PQS-Prozessüberwachung dar.